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Juli 2011
pronczuk.jpgLiebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

Der Sommer hat begonnen und mit ihm zusammen das sog. „Sommerloch". Viele Menschen machen im Juli ihren Urlaub, so dass vorort nicht viel los zu sein scheint. Doch der Ferienmonat Juli wird dieses Jahr gleich von zwei kirchlichen Festen eröffnet: dem Fest des Heiligsten Herzens Jesu am 1. und der Heimsuchung Mariens am 2. Juli.

Das Herz-Jesu-Fest, immer am dritten Freitag nach Pfingsten gefeiert, geht auf die Offenbarungen einer französischen Ordensschwester aus dem 17. Jh. zurück, der hl. Margareta Maria Alacoque. Doch die Verehrung des Herzens Jesu hat in der Kirche eine viel längere Tradition. Das Herz ist ein Sinnbild der Liebe. Jesus Christus hat aus Liebe zu den Menschen den Kreuzestod angenommen und sein Herz wurde mit einer Lanze durchbohrt. Der Evangelist Johannes berichtet: „einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus". (Joh 19, 34). Wenn ein Herz symbolisch die Liebe darstellt, so bedeutet ein durchbohrtes Herz Liebe, die verletzt ist, die keine angemessene Antwort von ihrem Objekt bekommt. Das Fest erinnert uns daran, dass der Herr ein Herz für uns hat und ermutigt uns zur tätigen Gottes- und Nächstenliebe.

Am 2. Juli gedenken wir einer Begegnung von zwei außergewöhnlichen Frauen: Maria und ihrer älteren Cousine Elisabet. Beide wurden von Gott auserwählt und auf besondere Weise gesegnet. Elisabet als Mutter des Johannes des Täufers und Maria als Mutter von Jesus. Es war eine fröhliche und offene Begegnung gewesen, weil bei dieser Gelegenheit Maria ihr Lobpreis Gottes ausspricht, das bekannte „Magnificat".

Die Sommerzeit kann auch für uns eine gute Gelegenheit sein Gott zu loben und zu preisen für die Schönheit seiner Schöpfung, die wir in dieser Jahreszeit besonders bewundern können. Wir begegnen auch vielen Menschen, schließen neue Bekanntschaften, es kommt also auch auf unser Herz an, dass es so offen ist, wie das unseres Herrn.

In diesem Sinne wünsche Ich Ihnen erholsame Ferien und Gottes Segen.

Ihr Vikar Piotr Prończuk