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Liebfrauen - St. Bonifatius - St. Sebastian
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| Liszt und Wagner – nur Zeitgenossen? |
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Doch Liszt beschäftigt sich immer wieder mit Kompositionen Wagners und fertigt Transkriptionen an. So entsteht nach vielerlei Versuchen die Orgelfassung zum Pilgerchor aus der Oper "Tannhäuser". Während Liszt sich durch den Chor der Büßer anregen lässt, verarbeitet Lemare das "Gebet der Elisabeth" zu einer eigenen Orgelkomposition. In ähnlicher Weise beschäftigt sich Liszt auch mit der Oper "Der Prophet" von Meyerbeer, dabei entsteht eine groß angelegte dreiteilige Orgelfantasie. Aus ihr werden Fantasie und Fuge zu einem Choral erklingen. Die Komposition "Evocation à la Chapelle-Sixtine" – komponiert während eines zeitweiligen Aufenthaltes in Rom – kennzeichnet Liszts Vorliebe, die Spannungen im Leben des Menschen zu gestalten; zwischen Dunkel und Licht, Trauer und Freude, Klage und Jubel, zwischen Tod und Leben. Zeitgleich entsteht bei der Komposition des Oratoriums "Christus" der Papst-Hymnus "Tu es Petrus" als Dank an Pius IX. für die Ernennung zum Abbé. Sicherlich ein interessanter Versuch, das Musikschaffen zweier großer Komponisten in ihrer inneren Verfasstheit aufzuzeigen.
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